Grüne Kosmetik – wenn Pflanzen zu Pflege werden
Ich wollte die Welt schon immer selbst entdecken. Mich hat angezogen, was man berĂĽhren, riechen, ausprobieren kann. Nicht das Fertige. Nicht das Versprochene. Sondern das, was sich erst zeigt, wenn man bleibt.
Im Garten habe ich das früh gespürt. Erde an den Fingern. Der Duft der Pflanzen. Aus Wenigem entsteht etwas Eigenes. Salben rühren, Öle ansetzen – nicht als Herstellung, sondern als stilles Dabeisein. Als Lernen mit allen Sinnen.
Diese Nähe ist mir geblieben. Sie ist mehr als ein Interesse. Sie ist eine Haltung. Die Sehnsucht, einen eigenen Rhythmus zu finden und ihm zu folgen – im Alltag, in der Pflege, im Umgang mit mir selbst. Hautpflege berührt für mich etwas sehr Persönliches. Sie schützt. Sie erinnert. Sie verlangt ein tiefes Verständnis für mich selber.
Vielleicht ist es genau das, was mich bis heute leitet: die Freude, Dinge selbst zu gestalten. Langsam. Bewusst. Im Rhythmus der Natur.

Vor einigen Jahren, während meines Studiengangs in Ethnobotanik und Ethnomedizin, begegnete ich Gabriela Nedoma, eine Brückenbauerin zwischen traditionellem Pflanzenwissen und gelebter Gegenwart. Diese Begegnung war still und zugleich kraftvoll. Sie hat mich in meiner Wahrnehmung tief bestärkt – darin, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Plötzlich durfte vieles, was zuvor wie ein festes Konzept erschienen war, weich werden. Vorstellungen von Heilmittelverarbeitung, die eng oder normiert wirkten, fielen einfach weg. Nicht aus Trotz, sondern aus Erleichterung. Weil es Raum gab für andere Zugänge. Für Erfahrung. Für Beziehung. Für Vertrauen in das, was sich im Tun zeigt und ich im Herzen fühle.
Diese Begegnung hat etwas in mir geöffnet. Die Erlaubnis, meinen eigenen Weg weiterzugehen. Mich nicht an vorgegebene Formen zu binden, sondern mich an der Pflanze zu orientieren, am Prozess, am Moment, an der ewig wandelnden Zeitqualität. Und an dem Wissen, das entsteht, wenn man wirklich hinschaut und hinhört.
Vielleicht war das einer dieser leisen Wendepunkte. Kein Umbruch. Eher ein inneres Nicken. Und das Gefühl, getragen zu sein – von einer Haltung, die sagt: Es darf einfach sein. Und es darf anders sein.

Heute habe ich das grosse Glück, diesen Weg nicht allein zu gehen. An meiner Seite ist ein Team, das diese Leidenschaft und den Wunsch nach Aufbruch teilt – nicht als Aufgabe, sondern als innere Überzeugung.
Janine Birrer, meine langjährige Mitarbeiterin und Wegbegleiterin, trägt das Thema Grüne Kosmetik mit derselben oder vielleicht noch tieferen Hingabe. Sie hat es von Grund auf studiert, gelernt und weiterentwickelt – und ihm eine Form gegeben, die pur ist, klar und tief im Alpenraum verwurzelt. Was daraus entstanden ist, fühlt sich für mich wie echte Alpenkraft an. Unverstellt. Authentisch.
Durch ihre Ausbildung als Coiffeuse und die vielen Erfahrungsjahre im eigenen Geschäft bringt Janine ein feines Gespür für Haut und Haare mit. Sie sieht, spürt und versteht, was sich verändert, wenn Pflege wieder rein wird. Wenn sie leicht wird. Wenn sie beginnt zu fliessen – wie ein sprudelnder Bergbach, der klärt, stärkt und belebt.
Diese Zusammenarbeit trägt. Sie vertieft das, was mir wichtig ist: mit Sorgfalt zu arbeiten, im Rhythmus der Natur, und mit Menschen, die denselben inneren Kompass haben.
Grüne Kosmetik ist keine blosse Laune, sondern eine Sehnsucht. Die Sehnsucht danach, den eigenen Lebensrhythmus – im Kleinen wie im Grossen – selber mitzugestalten. Hautpflege ist ein gutes Beispiel, denn sie kann mehr als glatt und blendend. Sie kann fühlbar einfach und dabei tief nährend sein. Sie wirkt näher als vieles andere: sie berührt, schützt, heilt, erinnert.

Warum der natürliche Weg selten bequem ist – und trotzdem stärker zieht
Natürlich gibt es Alternativen: prallgefüllte Drogerieregale, bunte Salbendosen mit Versprechen, Duftwolken aus synthetischer Frische. Aber irgendwann stellt sich die Frage: Brauche ich das alles? Will ich mit jedem Kauf ein Stück Anonymität und Abhängigkeit erwerben – oder mir die Fähigkeit bewahren, im richtigen Moment eine Edelweisssalbe oder eine Wolfstrappemulsion selbst zu rühren?
Der Unterschied ist für mich wie zwischen blossem Überleben und echtem Erleben. Es macht einen Unterschied, eine Rose zu riechen – oder die Rose selber zu pflücken, eine eigene Salbe zu rühren und mit ihrer sanften Energie die Haut zu stärken.
«Im Tun entfaltet sich Mut – leise, aber durchdringend. Er sagt: Du darfst. Du kannst. Du bist Teil der grossen Kreisläufe, nicht bloss Konsument.»
Ein Jahr, neun Module, unzählige Aha-Momente
Hier setzt das Mentoring von Janine Birrer an. Was mich daran so anspricht? Es ist keine Alibi-Herumtüftelei mit Zutaten aus der Ferne. Es ist praktischer Alltag, geerdet im Rhythmus der Jahreszeiten. Du lernst, was gerade wächst, wie Pflanzen in voller Kraft verwendet werden, wie wenig es wirklich braucht und wie oft das Wenige genügt.
Der Ablauf:
- FĂĽnf Live-Workshops direkt im Salbenatelier, umgeben vom wilden Duft des Botanischen Heilpflanzengartens.
- Drei Onlinesitzungen für Wissen, Austausch und anwendbares Knowhow – verständlich, ohne Schleier.
- Begleitung für alle Zwischenfragen, Geschichten und kleinen Misserfolge, die im Alltag auftauchen – in einer Gruppe, die trägt.
- Ein komplett gestalteter Abschluss, der aus den Erfahrungen des Jahres Sicherheit, Klarheit und Stolz werden lässt.
Am Ende zerfallen alle Reste von Unsicherheit. Du kennst die Pflanzen, verstehst den Weg vom Ernten bis zur fertigen Salbe, nimmst zwölf selbst kreierte Produkte mit nach Hause – und vielleicht, noch viel wichtiger: das Können und die Freude, das jederzeit wieder zu tun.
Manchmal – und das ist vielleicht das Nachhaltigste – bleibt die Erkenntnis: Was wirklich wirkt, ist schlicht. Klar. Nachvollziehbar. Berührbar.
Wer passt hierher? Vielleicht du?
Dieses Mentoring ist nichts für Sammler von Hochglanzprodukten oder Listenabhaker. Aber es ist ein Traum-Ort für Menschen wie dich, die sich einlassen wollen: auf die Kraft echter Pflanzen, auf das Erkunden von Neuem, auf das Lernen ohne Perfektionsdruck, auf beglückende Fehler und persönliche Handschrift.
Ob du schon seit Jahren Tinkturen braust oder als Neuling einen neugierigen Fuss ins Salbenatelier setzt – willkommen bist du, wenn dich die Mischung aus Natur, Handwerk, Zeitgeist und eigener Gestaltung reizt.
Du wirst:
- lernen, wie klare, ehrliche Hautpflege aus kaum mehr als einer Handvoll heimischer Zutaten entsteht.
- herausfinden, wie du mit dem Jahreskreis nicht nur die Natur, sondern auch dich selbst besser spĂĽrst.
- deine Fragen stellen, Misserfolge teilen, aus Fehlern Schönheit machen – und am Ende bereit sein, eigene Pflegerituale zu schaffen.
- Pflege mit nach Hause nehmen, die nicht nur deine Haut nähren, sondern auch eine kleine Geschichte erzählen.
Komm dazu!
Ist das jetzt dein Moment fĂĽr ein neues Kapitel?
Dann wage den Anfang, such dir deine Lieblingspflanze aus und lass die Hände lernen. Im Mentoring «Grüne Kosmetik im Jahreskreis» findest du handfeste Anleitung, verständliche Rezepte, erfahrene Begleitung und einen Kreis Gleichgesinnter. Starte ab 27. Februar 2026, bring deine Neugier und dein Staunen mit.
Was zählt? Mut zum Anfang – nicht Perfektion. Pflege, die von Hand, Herz und Jahreszeiten getragen wird.
Wir freuen uns auf Geschichten, Fragen, gemeinsame Experimente. Trag dich ein, melde dich an. Vielleicht ist heute der Tag, an dem aus einer kleinen Idee ein Lebensstil entsteht.
Herzlich,Â
Beatrice Bissig-Odermatt und Janine Birrer
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