Ein Duft. Und plötzlich ist alles wieder da.

Ein Duft. Und plötzlich ist alles wieder da.

Wie Räuchern uns mit unserer Wahrnehmung und unserem Urvertrauen verbindet

Sie wollte gar nicht weinen. Und dann liefen die Tränen einfach.

Wir sassen an einem Räucherabend bei mir im Zaubergarten. Erst am Ende erzählte sie mir, was passiert war: Ein Pflanzenduft hatte sie mitten in die Geburt ihres Kindes zurückversetzt. Über dreissig Jahre später. Nicht bloss als Erinnerung im Kopf. Sie fühlte sich mitten hineinversetzt in das, was sie damals erlebt hatte. Als würde es gerade jetzt geschehen.

Ich bin jedes Mal neu überwältigt, was ein Duft auslösen kann.

Solche Momente erlebe ich an meinen Räucherabenden immer wieder. Eine Pflanze, ihr Duft, ihr Rauch. Und plötzlich wird etwas spürbar, das vorher kaum zu greifen war.

FĂĽr mich wurde dabei immer klarer: Hier kann ich ansetzen. Hier kann ich Menschen dabei begleiten, ihre eigene Wahrnehmung kennenzulernen. Sie zu verstehen. Und ihr mehr zu vertrauen.

«Beatrice, hast du denn keine Angst?»

Auf meiner Reise entlang der Donau haben mich diese Fragen immer wieder erreicht:

«Wie machst du das? Woher hast du dieses Urvertrauen? Hast du denn keine Angst?»

Schon lange vor dieser Reise hörte ich oft: «Du bist so mutig. Ich könnte das nie.»

Dabei war für mich längst klar: Ich bin nicht besonders mutig. Ich vertraue meinem Gespür. Auch dann, wenn mein Kopf noch hundert Fragen hat.

Urvertrauen bedeutet für mich nicht, dass ich nie Angst habe oder einfach überall hineinstolpere. Es bedeutet, dass ich mit mir in Verbindung bleibe. Dass ich wahrnehme, was eine Begegnung in mir auslöst. Dass ich innehalte, wenn etwas für mich nicht stimmt. Und dass ich einen Schritt wage, wenn ich spüre: Ja, hier geht es für mich weiter.

Ich bin ĂĽberzeugt, dass dieses Urvertrauen uns allen zur VerfĂĽgung steht. Auch dir.

Nur wusste ich lange nicht, wie ich darüber sprechen kann. Und erst recht nicht, wie ich jemanden dabei anleiten kann, es selber in sich aufzuspüren. «Vertrau dir einfach» ist schnell gesagt. Aber was machst du mit diesem Satz, wenn du gerade an dir zweifelst?

Räuchern ist für mich der Schlüssel.

Dann waren da diese Räucherabende im November, bei mir im Zaubergarten. Und all die überraschenden Momente, die wir dort miteinander erlebt haben.

Da wurde mir klar: Mit den Pflanzen kann ich Wahrnehmung erlebbar machen. Wir müssen nicht bei einer Erklärung stehen bleiben. Wir haben etwas Konkretes, mit dem wir arbeiten können.

Du begegnest einer Pflanze. Du riechst ihren Duft. Du bemerkst, was in dir geschieht. Vielleicht taucht ein inneres Bild auf. Eine Erinnerung, ein Gefühl oder ein deutliches Ja oder Nein. Vielleicht spürst du einen Schmerz im Körper, ein Kribbeln oder Wärme. Vielleicht ist es auch nur eine feine Veränderung, für die du noch keine Worte hast.

Genau dort beginnen wir. Was nimmst du wahr? Was verändert sich? Was kennst du bereits von dir? Was überrascht dich?

Es braucht dafür keine Tränen und kein grosses Erlebnis. Auch das Leise verdient Aufmerksamkeit. Gerade das übergehen wir im Alltag so schnell.

Viel wahrzunehmen kann auch anstrengend sein

Du nimmst ganz viel wahr. Freude und Trauer, Stimmungen und körperliche Empfindungen. Manchmal ist da so viel auf einmal, dass du dich regelrecht zugedröhnt fühlst.

Und dann suchst du die Erklärung vielleicht sofort bei dir: Was stimmt mit mir nicht? Warum bin ich jetzt so angespannt? Vorhin ging es mir doch noch gut.

Diese Fragen können dich ganz schön beschäftigen. Gerade wenn du selbstverständlich davon ausgehst, dass alles, was du spürst, auch seinen Ursprung bei dir haben muss.

Was, wenn du erst einmal genauer hinschaust, bevor du alles zu deiner Geschichte machst?

Ich habe selber einen langen Weg gemacht, um meine Wahrnehmung besser zu verstehen. Um herauszufinden, wie ich damit umgehen kann. Deshalb weiss ich, dass viel wahrzunehmen manchmal auch extrem anstrengend ist, einen richtiggehend aus der Bahn werfen kann. Und wie wertvoll es ist, dabei klarer zu werden.

Für mich liegt genau darin eine grosse Stärke: Du lernst dein Gespür kennen und entwickelst einen Umgang damit, der dir im Alltag hilft.

Was kommt von mir? Was nehme ich von meinem Umfeld wahr?

Vielleicht kennst du das: Du betrittst einen Raum und bemerkst sofort eine Veränderung in dir. Oder du gehst aus einem Gespräch und fühlst dich ganz anders als vorher. Dann stehst du draussen bei einem Baum und merkst, wie du wieder bei dir ankommst.

Was ist da gerade passiert?

Was kommt von mir? Was nehme ich von der Pflanze wahr? Und was von den Menschen und Orten um mich herum?

Diese Fragen gehören für mich mitten in die Arbeit mit Wahrnehmung. Denn viel zu spüren kann mega verwirrend sein, wenn du alles gleichzeitig auf dich beziehst.

Deshalb schauen wir genauer hin: Wie ging es dir vor der Begegnung? Was bemerkst du währenddessen? Was bleibt danach? Welche Erinnerungen und Erwartungen bringst du selber mit?

Ein Gefühl ist zunächst deine Wahrnehmung. Was es bedeutet und woher es kommt, erkunden wir Schritt für Schritt. Du darfst eine erste Deutung auch wieder ändern. So lernst du, feiner zu unterscheiden und klarer zu erkennen, was dein Eigenes ist.

Mit einer Pflanze wird es konkret

Im Alltag begegnen uns oft viele Eindrücke gleichzeitig. Ein Gespräch, Geräusche, Erwartungen, die eigenen Gedanken. Wenn du verstehen möchtest, was da in dir geschieht, kann das ziemlich unübersichtlich sein.

Mit einer Pflanze können wir uns einer einzelnen Begegnung widmen. Du betrachtest sie, riechst sie und bemerkst, was dabei in dir auftaucht. Beim Räuchern kommt ihr Duft auf eine noch tiefe Weise zu dir. Wir schauen gemeinsam hin, was du erlebst. Und das alles geht ziemlich schnell.

Dabei interessiert mich auch der Unterschied zwischen dem ersten Eindruck und deiner Erklärung dafür. Vielleicht bemerkst du zunächst Wärme. Und erst danach kommt eine Erinnerung dazu. Vielleicht ist zuerst ein Gefühl da, für das du später Worte findest.

Du lernst, diese Schritte wahrzunehmen, statt sofort alles in eine fertige Erklärung zu packen.

Du kannst deine EindrĂĽcke benennen, vergleichen und im Austausch ĂĽberprĂĽfen. So entsteht nach und nach mehr Klarheit. Auch darĂĽber, welche Fragen noch offen sind.

Das üben wir mit den Pflanzen. Und dann kannst du im Alltag bewusster beobachten, was sich in Begegnungen mit Menschen oder an bestimmten Orten in dir verändert.

«Ach, das bilde ich mir nur ein.»

Wie oft hast du etwas ganz klar wahrgenommen und es dir gleich wieder ausgeredet?

Weil jemand anderes es anders sieht. Weil du keine Erklärung dafür hast. Weil du es anders gelernt hast. Weil dein Kopf sofort dazwischenfunkt.

Und wenn du dir jetzt einmal glaubst?

FĂĽr mich heisst das: Nimm ernst, dass du etwas bemerkt hast. Gib dir Zeit, es zu erkunden. Frag nach. Schau nochmals hin. Tausche dich mit jemandem aus, der Erfahrung damit hat. Du brauchst nicht sofort eine fertige Antwort.

Mit Pflanzen können wir das üben. Eine Begegnung nach der anderen. Du bemerkst mit der Zeit, wie sich dein eigenes Gespür zeigt und wie du damit arbeiten kannst.

Und das geht weit über 4 Monate Räuchermentoring hinaus. Es begleitet dich, wenn du eine Entscheidung treffen möchtest, eine Grenze spürst oder dir etwas wünschst, das in den Erwartungen anderer keinen Platz hat.

Durch den Herbst und die Rauhnächte

Ich mag diese Zeit, in der es früher dunkel wird und wir uns wieder öfter um ein Feuer versammeln. Dann die Adventszeit. Das Samichlaustricheln. Der Duft exotischer Gewürze aus der Guetzlibäckerei. Weihnachten und schliesslich die Rauhnächte, die den Bogen ins neue Jahr spannen.

Das alles bereitet für mich den Weg. Die Klänge, die Düfte, die vertrauten Bräuche. Sie verändern, wie ich diese Wochen erlebe. Ein Duft kann den Raum schon füllen, bevor ich ihm bewusst Aufmerksamkeit schenke.

In die Rauhnächte fallen wir nicht einfach hinein.

Für mich beginnt die Vorbereitung viel früher. Im Herbst, wenn wir uns den Pflanzen zuwenden und Schritt für Schritt mit unserer Wahrnehmung vertrauter werden. Deshalb beginnen wir «Räuchern als Heilweg» schon im Oktober.

Wenn die Rauhnächte kommen, hast du bereits eigene Erfahrungen gesammelt. Du kennst Pflanzen, hast bewusst geräuchert und geübt, hinzuspüren und deine Eindrücke zu verstehen. Du kannst daran anknüpfen und weitergehen.

FĂĽr mich ist genau diese Zeit eine Einladung, der eigenen Wahrnehmung mehr Raum zu geben.

Was beschäftigt mich noch? Was möchte ich abschliessen? Was will in meinem Leben mehr Platz bekommen?

Pflanzen und Räuchern können uns dabei begleiten. Wir nehmen uns bewusst einen Moment, statt einfach weiterzumachen. Und schauen hin, was sich zeigt.

Das, was wir dabei kennenlernen, bleibt auch nach den Rauhnächten wertvoll. Unser Gespür haben wir schliesslich das ganze Jahr bei uns.

Räuchern als Heilweg: vier Monate mit deinem eigenen Gespür

In «Räuchern als Heilweg» begleite ich dich vier Monate lang. Du lernst Räucherpflanzen kennen, wählst Pflanzen bewusst, bindest dein eigenes Räucherbündel und übst, aus deiner Wahrnehmung heraus zu räuchern.

Wir erkunden gemeinsam, was du wahrnimmst, wie du unterscheiden kannst und was dein GespĂĽr dir sagen will. So entsteht Vertrauen aus deiner eigenen Erfahrung.

Das ist für mich der ganze Zauber: Du vertraust dir mehr. Und damit wächst auch dein Urvertrauen.

Wir treffen uns an sechs Online-Abenden mit Aufzeichnung und an zwei Nachmittagen im Zaubergarten. Du kannst auch ausschliesslich online teilnehmen. Gemeinsam gehen wir durch den Herbst, die Rauhnächte und ins neue Jahr.

Dein GespĂĽr darf mehr als ab und zu dazwischenfunken. Gib ihm Raum.

Wir starten am 22. Oktober 2026. Anmelden kannst du dich bis Sonntag, 18. Oktober.

Jetzt meinen Platz in «Räuchern als Heilweg» buchen

Ich freue mich auf dich.
Beatrice

ZurĂĽck zum Blog